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Der O-PUR Lösungsansatz
Die Grundidee des O-PUR Lösungsansatzes beruht darauf, dass jedes Druckbild individuell ist (Wirnitzer 2003, 2004/A, 2005/A/B; Walther 2007/A). Ursachen sind z.B. minimale Prozessstörungen, Farbannahmestörungen auf dem Trägermaterial, sowie die Tatsache, dass das Substrat selbst eine individuelle und nicht reproduzierbare Struktur aufweist. Das Druckbild selbst ist in Verbindung mit dem Untergrund bei genauer Analyse ein individuelles Ergebnis, besitzt somit einen „Fingerabdruck".

Ziel war es, diese individuelle Druck- und Substratstruktur als ein individuelles Kennzeichen für die Originalität eines jeden Produktes zu benutzen, insbesondere in der Massenfertigung (Walter 2008; Bonev 2008, 2009;Maleshliyski 2009, Wirnitzer 2009).

Abb. 1
Abb.1: Druck eines Matrixcodes und die stochastische physikalische Interaktion zwischen Substrat und Datenträger (Bild: Hochschule Mannheim)

Von besonderer praktischer Bedeutung ist die Individualität, die beim Aufbringen eines Matrixcodes auf ein Produkt oder eine Verpackung quasi nebenbei entsteht und die eine kombinierte Identifikation und Authentifizierung ermöglicht (Abb. 1). Die im Matrixcode gespeicherte Information dient zusätzlich der Identifikation eines Produktes.

Das Konzept ist auf die Erkennung von gefälschten Druckformen, wie sie z.B. im Offsetdruck verwendet werden, übertragbar (Wirnitzer 2008; Maleshliyski 2010/A; Bonev2010/A).

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Quelle: B. Wirnitzer; Kap 2.2 in M. Abramovici, L. Overmeyer, B. Wirnitzer (Hrsg.): "Kennzeichnungstechnologien zum wirksamen Schutz gegen Produktpiraterie", VDMA Verlag, Frankfurt 2010.
Projekt-Abschlussband
(Band 2) erhältlich im
VDMA online Shop:
www.vdmashop.de/piraterie
Karlsruher Institut für Technologie PTKA